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Raspberry Pi InfluxDB 2.x (FLUX) – Daten problemlos Mit Telegraf auf Grafana anzeigen

letzte Änderung: 21. Januar 2023


64bit

Du fragst dich wie du dein System „Raspberry Pi influxdb 2.x ready“ machen kannst? Da es die InfluxDB in einer neueren Version (2.x) gibt und hier einiges geändert wurde, gibt es vieles zu beachten wenn man diese nutzen möchte.
Vorab: hast du bereits die V1.8 im Einsatz und sammelst dort fleißig Daten, dann belasse es lieber so. Auch wenn du gerne auf fertige Grafana Dashboards zurückgreifst, bleibe bei der V1.8!
Ansonsten zeige ich dir hier einige Stolpersteine und wie man die influxDB 2.x mit Telegraf und Grafana auf einem 64bit(!!!) Raspberry betreiben kann.

ACHTUNG! Bitte lesen!
Du benutzt das hier Gezeigte natürlich, wie immer, auf eigenes Risiko!
Ich habe alles selbst durchgeführt und mir mein System nicht zerschossen oder sonst irgendwelche negativen Auffälligkeiten bemerkt.
Aber dennoch… Backups sind immer gut….
Ich übernehme keine Haftung für irgendwelche Schäden am System, der Hardware oder der Katze….

Raspberry Pi Daten auf Grafana mit influxDB 2.x anzeigen – Was brauchen wir?

Wer meine Tutorials verfolgt, weiß dass ich alles auf einem Raspberry Pi 4 betreibe. Daher beziehe ich mich auch nur auf diesen. Andere Linux-Systeme unterscheiden sich aber nicht wirklich und es sollte auch dort laufen.

Wichtig! Influxdb in der Version 2.x läuft NUR unter einem echten 64bit Betriebssystem!
Es reicht NICHT nur den Kernel auf 64bit umzustellen!

Wie du auf deinem Raspberry Pi ein 64bit Betriebssystem installieren kannst, kannst du hier nachlesen.

Ansonsten benötigen wir noch:

Anmerkung zu Raspberry Pi influxdb 2.x

Ich muss es einfach nochmal loswerden. Solltest du bereits influxdb 1.8 nutzen und überlegen auf 2.0 zu updaten: Lass es lieber!
Es gibt zwar die Möglichkeit seine Daten mitzunehmen, aber spätestens bei den Grafana-Dashboards wirst du dich ärgern.
Denn influxdb 2.x nutzt „flux“ und nicht mehr „influxQL“ als Query Language. Somit sind alle deine (und fast alle die du bei Grafana finden kannst) Dashboards nicht mehr funktionsfähig.

Das bedeutet: du müsstest dir selbst ein neues Dashboard erstellen.
Dazu benötigst du aber Wissen über die entsprechenden Queries usw (ok… hier unterstützt influxdb noch recht gut).
Falls du sogar bereits deine Unifi-Geräte mit unpoller überwachst: Dies läuft nicht unter influxdb 2.x!
Achja…erwähnte ich bereits, dass du zwingend ein 64bit Betriebssystem für influxdb 2.x benötigst?!

So genug davon. Solltest du dennoch deinen Raspberry Pi influxDB 2.x ready machen und die 2er Version ausprobieren wollen, zeige ich dir jetzt endlich wie du dabei vorgehen solltest.

Raspberry Pi Influxdb 2.x mit Portainer installieren

Bevor wir loslegen nochmal kurz zur Erinnerung: Ich gehe hier davon aus, dass du ein 64bit Betriebssystem (NICHT nur den Kernel) sowie Docker, Portainer und Grafana bereits installiert hast. Falls nicht: weiter oben sind die entsprechenden Links zu meinen Artikeln hinterlegt.

Verbinde dich zuerst mit deinem Raspberry über SSH (Putty, MobaXterm usw.) um einen persistenten Speicherort für die influxdb-Dateien anzulegen.
Diesen binden / verbinden wir später bei der Installation des Containers. Ich lege solche Ordner meistens unter /opt an:

sudo mkdir /opt/influxdb_2x
sudo chmod 775 /opt/influxdb_2x

Da wir die influxdb über Portainer installieren wollen, logge dich entsprechend über die Web-Gui ein: https://IP-deines-Raspberrys:9443
Über das Menü auf der Linken Seite wählst du „Containers“ aus:

Raspberry Pi influxdb 2.x

Wir wollen einen neuen Container erstellen, daher nutzen wir „+ Add container“:

Raspberry Pi influxdb 2.x docker

Hier können wir jetzt diverse Einstellungen vornehmen und natürlich einen Namen vergeben (z.B.: influxDB_2x)
Name: influxDB_2x
Image: influxdb:latest
„+publish a new network port“ klicken und host:8086 sowie container: 8086 eintragen

Raspberry Pi influxdb 2.x container

Im unteren Bereich müssen wir auch noch ein paar Einstellungen ändern bzw einrichten:

  • Tab „Command & Logging“Console: Interactive&TTY
  • Tab „Volumes“ – „+ map additional volume“ klicken und bei container: /var/lib/influxdb2 eingeben, von Volume auf Bind wechseln und bei host den Bereich auf deinem Raspberry eintragen wo die persistenten Daten hinterlegt werden sollen: /opt/influxdb_2x
  • Tab „Restart policy“ – am besten „always“ auswählen
  • Der Rest kann bleiben wie es ist, bzw. muss dort nichts weiter eingestellt werden
  • auf „Deploy the container“ klicken und der Container wird bereitgestellt

Nach dem „Deploy“ wird das Image heruntergeladen und der Container erstellt. Dies kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. Sollte alles
funktioniert haben, kannst du dich auf die Web-GUI der influxDB einloggen: http:IP-DEINES-RASPBERRY:8086

Raspberry Pi influxdb 2.x Web-Gui

Raspberry Pi Influxdb 2.x konfigurieren

Es gibt noch weitere Dinge die wir einrichten müssen bis unser System Raspberry Pi InfluxDB 2.x ready ist.
Dieses können wir per CLI (Terminal) oder auch recht komfortabel über die Web-GUI vornehmen.
Aktuell zeige ich dir die notwendigen Schritten in der Web-GUI.

Also drücke mal auf den Button „Get Started“ nachdem du über http:IP-DEINES-RASPBERRY:8086 die GUI aufgerufen hast.
Hier füllst du entsprechend die Felder aus:

  • Username: Name des Users (Beispiel: admin)
  • Password: Passwort…. (Beispiel: admin123)
  • Initial Organization Name: Vergleichbar mit „Name der Datenbank“ (Beispiel: dwc_influxdb)
  • Initial Bucket Name: Vergleichbar mit „Tabellenname“ einer db (Beispiel: dwc_raspberry)
  • Continue drücken
  • Danach ist es eigentlich egal, aber klick mal auf „Quick Start“
image 61
image 62

Über diese Web-Oberfläche kannst du jetzt deine Datenbank weiter einrichten, bzw. Dashboards erstellen, Queries ausführen, Alarme setzen usw.
Da ich die influxDB eher als reine Datenbank nutze, interessieren mich hier die Punkte Dashboards und Alerts nicht wirklich. Diese würde ich dann ja über Grafana einrichten.

Es gibt aber zwei wichtige Dinge hier:

  • Load Data -> API Tokens
  • Data Explorer
Raspberry Pi influxdb 2.x API Token
Raspberry Pi influxdb 2.x Query Builder

Raspberry Pi Influxdb 2.x – API Token

Eine der wichtigen Änderungen gegenüber der influxdb 1.8 ist zum Beispiel die zwingende gesicherte Verbindung zu der Datenbank.
Dafür benötigen wir in jedem Script, welches eine Verbindung zum schreiben oder zum lesen aufbaut, einen entsprechenden Token.
Diesen findest du über den Menüpunkt „Load Data“ -> „API Tokens“.

Hier siehst du dann aktuell nur einen Eintrag. Und zwar von unserem gerade eingerichteten Admin-User (auf den Namen klicken und du kannst den Token in die Zwischenablage kopieren)
Selbstverständlich kannst du weitere User und weitere Token (nur schreib/lese Rechte, nur für bestimmte Buckets (Tabellen) ) einrichten.
Ich nutze in dem Beispiel den Admin-Token. Dieser hat allerdings dann Vollzugriff auf sämtliche Einstellungen. Im eigenen Umfeld kein Problem, in einem geteilten Netzwerk so lieber nicht nutzen.

Raspberry Pi Influxdb 2.x – Data Explorer

Die andere komplette Änderung ist die „Sprache“ um die Datenbank abzufragen. Seit 2.x nutzt influxdb „Flux“ und nicht mehr „influxQL„.
Somit sind, zum Beispiel in den „alten“ Grafana-Dashboards, alle alten Abfragen nicht mehr ohne weiteres mit der 2.x Version nutzbar.

Über den Menüpunkt „Data Explorer“ kannst du per Auswahl deine benötigten Abfragen erstellen und diese dann sogar als Code über den Button „Script Editor“ ausgeben und für Grafana nutzen.
Da wir aktuell eine frische und leere Datenbank erstellt haben, werden wir hier noch nicht viel sehen. Kommen da aber später nochmal drauf zurück.

Raspberry Pi InfluxDB 2.x API Token in Variable speichern

Wie gerade erklärt, benötigen wir für jede Datenbankverbindung einen Token.
Diesen müssen wir natürlich auch in unsere Scripte bringen, damit wir die Berechtigungen erhalten etwas in die InfluxDB zu schreiben bzw. von dort zu lesen.

Wie bekomme ich den Token in eine Variable?

Erst einmal besorgen wir uns den Token. Dafür, wie bereits erwähnt, gehe auf die Weboberfläche der InfluxDB (IP-DEINES-RASPBERRYS:8086), logge dich ein und rufe das Menü „Load Data“ -> „API Tokens“ auf. Danach klickst du auf den Namen (z.B. admin´s Token) und kopierst diesen.

Jetzt fragst du dich vielleicht, wie du diese Variable in die entsprechenden Scripte bekommst damit auch diese Raspberry Pi InfluxDB 2.x ready sind?
Tja…da es sehr viele unterschiedliche Scripte gibt, die auch noch alle anders von der Syntax her aufgebaut sind, kann ich dir das so pauschal nicht sagen.
Ein leichter Ansatz wäre es, auf der entsprechenden Linux-Umgebung mit EXPORT den Token in eine globale Variable zu stecken und diese dann in einem Script ansprechen (export INFLUX_TOKEN=DEIN_TOKEN_AUS_DER_INFLUXDB_DATENBANK).

Aber: Die meisten werden sicherlich telegraf benutzen um Daten von einem Raspberry in die influxdb zu schreiben. Und wie das geht erkläre ich dir im nächsten Kapitel 😉

Telegraf und die neue Variable mit dem Token

Auch hier gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten (sogar über die InfluxDB Web-Gui) um Telegraf richtig einzurichten.
Dieses mal nutze ich aber das Terminal und konfiguriere die telegraf.conf direkt, da ich hier dann auch schon ein paar PlugIns (für die Metriken) integriert habe.

Ich gehe davon aus, dass du die neueste telegraf Version installiert hast, und diese NICHT bereits für InfluxDB1.8 benutzt!
Denn ansonsten würdest du mit den nächsten Schritten deine alte Konfiguration zerstören und somit keine Daten mehr an die InfluxDB 1.8 senden!


Du hast noch kein Telegraf installiert? Dann schau dir den entsprechenden Artikel dazu an.
Für dich interessant wäre dann das Kapitel „telegraf auf dem Raspberry Pi installieren“.
Ignorieren kannst du dort aber den Punkt „telegraf konfigurieren“ – da sich dies nur auf InfluxDB 1.8 bezieht!

Na dann mal los. Falls noch nicht geschehen, starte eine SSH-Verbindung zu deinem Raspberry und editiere folgende Datei:

sudo nano /etc/telegraf/telegraf.conf

Am besten du löscht dort alles und fügst dann den etwas weiter unten aufgezeigten Inhalt ein.
Allerdings musst du einige Werte an deine anpassen:

  • urls: Hier gibst du die URL zu der Instanz an, auf dem der Container mit der InfluxDB läuft ( meist IP des Raspberry und Port :8086 )
  • token: hier fügst du den gerade kopierten Token aus deiner InfluxDB ein
  • organization: hier gibst du den Namen an, welchen du weiter oben bei Initial Organization Name: Vergleichbar mit „Name der Datenbank“ (Beispiel: dwc_influxdb) eingerichtet hast
  • bucket: auch hier muss der Eintrag hinein, so wie du ihn oben unter Initial Bucket Name: Vergleichbar mit „Tabellenname“ einer db (Beispiel: dwc_raspberry) eingegeben hast
  • den Rest kannst du so lassen, bzw. ist dieser eh auskommentiert und wird nicht genutzt

Hinweis bei einem 64bit System (welches überwacht werden soll)

CaJa hat in den Kommentaren netterweise den Hinweis gegeben, dass ein Verzeichnis bei einem 64bit System anders lauten muss.
Dies betrifft dich nur dann, wenn dein überwachtes System auch auf 64bit läuft.
Da bei mir Grafana usw. zwar auf einem 64bit laufen, der überwachte Raspberry allerdings weiterhin auf 32bit, ist mir dies nicht aufgefallen.
Im Quelltext habe ich jetzt entsprechende Änderungen hinzugefügt. Du musst dann lediglich die Raute (#) verschieben. Je nachdem ob 32bit oder 64bit.

[[inputs.exec]]
#Für ein 32bit System (welches überwacht werden soll)
  commands = ["/opt/vc/bin/vcgencmd measure_temp"] 
#oder für ein 64bit System (welches überwacht werden soll), dann die Raute(#) entfernen und bei 32bit die Raute hinzufügen
  # commands = ["/usr/bin/vcgencmd measure_temp"]

Hier jetzt der komplette Inhalt der telegraf.conf: Aber denke an die oben genannten Änderungen 😉

# Configuration for sending metrics to InfluxDB 2.0
[[outputs.influxdb_v2]]
  ## The URLs of the InfluxDB cluster nodes.
  ##
  ## Multiple URLs can be specified for a single cluster, only ONE of the
  ## urls will be written to each interval.
  ##   ex: urls = ["https://us-west-2-1.aws.cloud2.influxdata.com"]
  urls = ["http://IP-DEINES-RASPBERRYS:8086"]

  ## Token for authentication.
  token = "DEIN TOKEN AUS DER INFLUXDB"

  ## Organization is the name of the organization you wish to write to.
  organization = "DEINE DATENBANK"

  ## Destination bucket to write into.
  bucket = "DEINE TABELLE"

  ## The value of this tag will be used to determine the bucket.  If this
  ## tag is not set the 'bucket' option is used as the default.
  # bucket_tag = ""

  ## If true, the bucket tag will not be added to the metric.
  # exclude_bucket_tag = false

  ## Timeout for HTTP messages.
  # timeout = "5s"

  ## Additional HTTP headers
  # http_headers = {"X-Special-Header" = "Special-Value"}

  ## HTTP Proxy override, if unset values the standard proxy environment
  ## variables are consulted to determine which proxy, if any, should be used.
  # http_proxy = "http://corporate.proxy:3128"

  ## HTTP User-Agent
  # user_agent = "telegraf"

  ## Content-Encoding for write request body, can be set to "gzip" to
  ## compress body or "identity" to apply no encoding.
  # content_encoding = "gzip"

  ## Enable or disable uint support for writing uints influxdb 2.0.
  # influx_uint_support = false

  ## Optional TLS Config for use on HTTP connections.
  # tls_ca = "/etc/telegraf/ca.pem"
    # tls_cert = "/etc/telegraf/cert.pem"
  # tls_key = "/etc/telegraf/key.pem"
  ## Use TLS but skip chain & host verification
  # insecure_skip_verify = false
#In order to monitor both Network interfaces, eth0 and wlan0, uncomment, or add the next:
[[inputs.net]]
[[inputs.netstat]]
[[inputs.file]]
  files = ["/sys/class/thermal/thermal_zone0/temp"]
  name_override = "cpu_temperature"
  data_format = "value"
  data_type = "integer"
[[inputs.exec]]
#Für ein 32bit System (welches überwacht werden soll)
  commands = ["/opt/vc/bin/vcgencmd measure_temp"] 
#oder für ein 64bit System (welches überwacht werden soll), dann die Raute(#) entfernen und bei 32bit die Raute hinzufügen
# commands = ["/usr/bin/vcgencmd measure_temp"]

  name_override = "gpu_temperature"
  data_format = "grok"
  grok_patterns = ["%{NUMBER:value:float}"]
# Read metrics about cpu usage
[[inputs.cpu]]
  ## Whether to report per-cpu stats or not
  percpu = true
  ## Whether to report total system cpu stats or not
  totalcpu = true
  ## If true, collect raw CPU time metrics
  collect_cpu_time = false
  ## If true, compute and report the sum of all non-idle CPU states
  report_active = false
  ## If true and the info is available then add core_id and physical_id tags
  core_tags = false


# Read metrics about disk usage by mount point
[[inputs.disk]]
  ## By default stats will be gathered for all mount points.
  ## Set mount_points will restrict the stats to only the specified mount points.
  # mount_points = ["/"]

  ## Ignore mount points by filesystem type.
  ignore_fs = ["tmpfs", "devtmpfs", "devfs", "iso9660", "overlay", "aufs", "squashfs"]

  ## Ignore mount points by mount options.
  ## The 'mount' command reports options of all mounts in parathesis.
  ## Bind mounts can be ignored with the special 'bind' option.
  # ignore_mount_opts = []

# Read metrics about disk IO by device
[[inputs.diskio]]
  ## By default, telegraf will gather stats for all devices including
  ## disk partitions.
  ## Setting devices will restrict the stats to the specified devices.
  # devices = ["sda", "sdb", "vd*"]
  ## Uncomment the following line if you need disk serial numbers.
  # skip_serial_number = false
  #
  ## On systems which support it, device metadata can be added in the form of
  ## tags.
  ## Currently only Linux is supported via udev properties. You can view
  ## available properties for a device by running:
  ## 'udevadm info -q property -n /dev/sda'
  ## Note: Most, but not all, udev properties can be accessed this way. Properties
  ## that are currently inaccessible include DEVTYPE, DEVNAME, and DEVPATH.
  # device_tags = ["ID_FS_TYPE", "ID_FS_USAGE"]
  #
  ## Using the same metadata source as device_tags, you can also customize the
  ## name of the device via templates.
  ## The 'name_templates' parameter is a list of templates to try and apply to
  ## the device. The template may contain variables in the form of '$PROPERTY' or
  ## '${PROPERTY}'. The first template which does not contain any variables not
  ## present for the device is used as the device name tag.
  ## The typical use case is for LVM volumes, to get the VG/LV name instead of
  ## the near-meaningless DM-0 name.
  # name_templates = ["$ID_FS_LABEL","$DM_VG_NAME/$DM_LV_NAME"]


# Get kernel statistics from /proc/stat
[[inputs.kernel]]
  # no configuration


# Read metrics about memory usage
[[inputs.mem]]
  # no configuration


# Get the number of processes and group them by status
[[inputs.processes]]
  # no configuration


# Read metrics about swap memory usage
[[inputs.swap]]
# Read metrics about system load & uptime
[[inputs.system]]
  # no configuration

Speichern nicht vergessen!
Damit Telegraf einige Daten auch erhält, muss der User noch in die Video Gruppe integriert werden:

sudo usermod -G video telegraf

Nun den Telegraf – Service neu starten:

sudo systemctl restart telegraf.service

Ab jetzt sollte telegraf Daten an InfluxDB senden. Prüfen kannst du es unter anderem auf der Weboberfläche von deiner InfluxDB.
Ich habe mir ein neues (wie gesagt funktionieren die alten nicht mehr) Dashboard für Grafana erstellt damit ich zumindest die Basics sehen kann.
Da dies „nicht mal so eben“ erledigt ist, werde ich vielleicht einen eigenen Artikel dazu erstellen wo ich zumindest grob erkläre wie man neue Query und Panel anlegt.

Aber keine Sorge, ich werde mein Dashboard zur Verfügung stellen. Dazu kommen wir aber später nochmal.

Grafana für InfluxDB 2.x konfigurieren und Dashboard hinzufügen

Ist unser System etwa noch immer nicht Raspberry Pi InfluxDB 2.x ready?! Nein…noch nicht ganz.
Bisher haben wir jetzt das sammeln der Daten erledigt. Aber sehen können wir sie – zumindest in Grafana – noch nicht.
Dazu benötigen wir noch ein paar weitere Schritte. Auch hier gehe ich ganz frech davon aus, dass du Grafana bereits installiert hast.
Falls nicht… schaue dir diesen Artikel von mir nochmal an.

Wo kann man etwas konfigurieren? Genau! Unter anderem über eine Weboberfläche. Also fix http://IP-DEINES-RASPBERRY:3000 aufrufen, einloggen und schon geht es mit einer neuen Verbindung von Grafana zur InfluxDB 2.x Datenbank los.

Dazu musst du in dem Menü auf der linken Seite lediglich auf das Zahnrad gehen, danach Data sources wählen und auf den blauen Button Add data source klicken.

Raspberry Pi influxdb 2.x Grafana
Raspberry Pi influxdb 2.x Grafana Data Sources

Hier benötigen wir InfluxDB:

image 67

Bei den Settings brauchen wir jetzt folgendes um unser System weiter in Richtung Raspberry Pi InfluxDB 2.x ready zu bringen:

  • Name: Name unter der diese Verbindung gespeichert werden soll (z.B. InfluxDB)
  • Query Language: WICHTIG: auf Flux ändern. Denn dies wird für die InfluxDB 2.x benötigt
  • URL: Hier kommt die IP und der Port zu deiner InfluxDB hinein (z.B.: IP-DEINES-RASPBERRY:8086)
  • Basic Auth: bitte deaktivieren.
  • Organization: Wie du es weiter oben unter Initial Organization Name: Vergleichbar mit „Name der Datenbank“ (Beispiel: dwc_influxdb)“ eingerichtet hast
  • Token: der Token, den wir auch schon für die Telegraf-Konfiguration benötigt haben
  • Save & Test anklicken und hoffentlich keinen Fehler sehen

image 68
image 70

Und nu brauchen wir noch ein neues Dashboard. Ich habe es zwar auch bei Grafana hochgeladen, doch irgendwie wird es dort nicht angezeigt.
Also verlinke ich die json-Datei hier und erkläre dir wie du diese bei dir einfügen kannst.
Einfach rechtsklick auf den Link und „Link speichern unter“ auswählen und bei dir speichern:

https://darkwolfcave.de/wp-content/uploads/Telegraf-_-Raspberry-Metrics-InfluxDB-2.0-Flux-1665859102526.json

Nach ein paar Tagen ist das Dashboard jetzt doch auf der Grafana-Seite zu sehen. Du kannst also mein json-File von hier nutzen, es von der Grafana Seite laden oder über die ID 17191 importieren. Die Anleitung bezieht sich jetzt weiterhin nur auf das Import eines JSON-Files. Ansonsten würdest du bei der Import Seite nur die ID angeben und LOAD klicken.

Danach gehst du über die linke Menüleiste auf Dashboards und Import und wählst Upload JSON File:

Raspberry Pi influxdb 2.x Grafana Dashboard
Raspberry Pi influxdb 2.x Grafana Dashboard JSON import

Jetzt noch das gerade heruntergeladene json-File auswählen, Namen vergeben bzw. übernehmen. Bei influxDB die Verbindung einstellen (InfluxDB) und mit Import das Dashboard aktivieren.

image 73

Als letzten Schritt bei bucket noch die richtige Tabelle auswählen ( wie du es in dem Schritt Initial Bucket Name: Vergleichbar mit „Tabellenname“ einer db (Beispiel: dwc_raspberryeingerichtet hast). Und taaaadddaaaa!!! Siehst du hoffentlich so etwas:

Raspberry Pi influxdb 2.x Dashboard

Herzlichen Glückwunsch! Dein System ist somit Raspberry Pi InfluxDB 2.x ready und einsatzbereit!

Feedback kannst du gerne hier abgeben 🙂
Fragen natürlich auch !


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2 Gedanken zu „Raspberry Pi InfluxDB 2.x (FLUX) – Daten problemlos Mit Telegraf auf Grafana anzeigen“

  1. Kleiner Hinweis:

    Wenn ihr einen Raspberry Pi 4 / 3 mit 64bit System nutzt muss der Pfad für die GPU Temperatur „/usr/bin/vcgencmd measure_temp“ sein und nicht „/opt/vc/bin/vcgencmd measure_temp“ für die Telegraf input config.

    Antworten
    • Moin CaJa,

      vielen Dank für deinen Hinweis! Da bei mir der „überwachte“ Raspberry ein 32bit System ist – und lediglich der „Empfänger“ auf 64bit läuft – ist mir das gar nicht aufgefallen.
      Ich werde den Hinweis mit in den Guide einbauen 🙂

      lg
      DarkWolfCave

      Antworten

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