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SMB NAS / Netzwerkfreigabe problemlos auf Raspberry Pi mounten

letzte Änderung: 27. Januar 2024


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SMB NAS / Netzwerkfreigabe problemlos auf Raspberry Pi mounten

Ich wurde jetzt schon mehrmals gefragt, ob es auch möglich ist, eine NAS/Netzwerkfreigabe mit SMB auf dem Raspberry Pi einzubinden (zu mounten), so wie ich es bereits für das NFS-Protokoll in diesem Artikel gezeigt hatte. Im Prinzip also, dass die SMB Netzwerkfreigabe automatisch und direkt, sowie jedes Mal bei Bedarf, gemountet und bei Nichtbenutzung auch wieder entmountet wird. Und ja, dies ist genauso machbar wie über das NFS-Protokoll.

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NAS / Netzwerkfreigabe via SMB auf einem Raspberry Pi mounten

Die nahtlose Integration von SMB NAS/Netzwerkfreigaben auf dem Raspberry Pi bietet eine effiziente Möglichkeit, auf gemeinsame Ressourcen im Netzwerk zuzugreifen. Nachdem wir bereits das NFS-Protokoll in einem vorherigen Artikel behandelt haben, wollen wir uns nun dem SMB-Protokoll widmen. SMB (Server Message Block), auch als Common Internet File System (CIFS) bekannt, ist vor allem unter Windows weit verbreitet und dient der gemeinsamen Nutzung von Dateien, Druckern und anderen Serverdiensten.
Für mehr Informationen, und in welchen Versionen es vorliegt, kannst du dir gerne den Artikel auf WikiPedia durchlesen.

SMB ist vor allem unter Windows verbreitet, und nicht immer kann man dort ohne weiteres NFS nutzen, oder will es auch nicht.
Daher zeige ich dir jetzt, wie du eine Netzwerkfreigabe / NAS auf deinem Raspberry Pi mit autofs automatisch mounten kannst.

NAS / Netzwerkfreigabe

autofs installieren

Autofs erweist sich als die ideale Lösung, um SMB Netzwerkfreigaben auf dem Raspberry Pi automatisch und bedarfsgerecht zu mounten. Im Gegensatz zur manuellen Einbindung bietet autofs den Vorteil, dass die Ressourcen nur bei Bedarf verfügbar gemacht werden und bei Nichtbenutzung automatisch entmountet werden.

Daher werden wir die Konfigurationen auch nicht in der fstab vornehmen.
Viele Freigaben werden auf einem NAS oder Server eingerichtet, der aber auch evtl. in den Ruhemodus (zumindest die Festplatten) gesetzt werden soll. Dies ist bei einer durchgehenden gemounteten Quelle aber nicht möglich.
Außerdem kann es vorkommen, das bei einem Neustart des Raspberry (wo der mount erfolgen soll) die Netzwerkverbindung nicht schnell genug einsatzbereit ist, und somit das mounten nicht funktioniert.

Daher habe ich mich, um die NAS / Netzwerkfreigabe einzubinden, für autofs entschieden, welches aber erst installiert werden muss.

Vor weiteren Installationen bietet es sich immer an zuvor die Paketquellen zu aktualisieren und ein Update durchzuführen.

Für mehr Informationen kannst du dir gerne meinen entsprechenden Artikel dazu ansehen:

Also legen wir endlich einmal los und installieren autofs. Dazu loggst du dich auf deinem Raspberry / Linux ein bzw. startest eine ssh-Verbindung über Putty / MobaXterm und führst mit root-Rechten den folgenden Befehl aus:

sudo apt-get install autofs

autofs für die NAS / Netzwerkfreigabe konfigurieren

Das Konfigurieren geschieht in Map-Dateien. Diese liegen nach der Installation unter /etc/
Die Master-Map-Datei enthält Angaben in welchen weiteren Dateien autofs schauen soll, um etwas zu mounten. Diese befindet sich unter /etc/auto.master.
Wir editieren diese jetzt mit sudo nano /etc/auto.master und fügen in die letzte Zeile folgenden Eintrag hinzu:

/mnt/smb /etc/auto.smb.shares --timeout=60

Hiermit geben wir an, dass wir auf dem Raspberry unter /mnt/smb, etwas einhängen wollen. Was genau definieren wir in /etc/auto.smb.shares .
Und nach 60 Sekunden Inaktivität soll es wieder ausgehangen werden –timeout=60

Die Ordnerstruktur muss nicht erst erstellt werden. Autofs übernimmt das für uns.
Solltest du unter /mnt also kein /smb haben, wird dieser Ordner automatisch angelegt.

sudo nano /etc/auto.master

#
# Sample auto.master file
# This is a 'master' automounter map and it has the following format:
# mount-point [map-type[,format]:]map [options]
# For details of the format look at auto.master(5).
#
#/misc  /etc/auto.misc
#
# NOTE: mounts done from a hosts map will be mounted with the
#       "nosuid" and "nodev" options unless the "suid" and "dev"
#       options are explicitly given.
#
#/net   -hosts
#
# Include /etc/auto.master.d/*.autofs
# The included files must conform to the format of this file.
#
+dir:/etc/auto.master.d
#
# Include central master map if it can be found using
# nsswitch sources.
#
# Note that if there are entries for /net or /misc (as
# above) in the included master map any keys that are the
# same will not be seen as the first read key seen takes
# precedence.
#
+auto.master

/mnt/smb /etc/auto.smb.shares --timeout=60

Das Speichern nicht vergessen (nano: STRG+X und Yes/Ja, vi: Esc : wq ).

Als nächstes erstellen wir die zugehörige Map-Datei auf die wir uns beziehen (auto.smb.shares).
Und fügen das eigentliche mounten für unsere NAS / Netzwerkfreigabe hinzu:

sudo nano auto.smb.shares

tutorials -fstype=cifs,username=USER,password=PASSWORD,uid=1000,gid=1000,file_mode=0660,dir_mode=0770,vers=2.1 ://192.168.1.79/Sonstiges_User/Tutorials

Anschließend die Datei speichern und schließen. (STRG+X Yes/Ja)

Was haben wir hier jetzt gemacht fragst du dich?!
Zerpflücken wir ein wenig die eingetragene Zeile:

Das tutorials am Anfang sagt autofs mit welchen Namen er die Freigabe mounten soll. Da wir in der master.Datei bereits den eigentlichen Pfad angegeben haben, würde dieser nun komplett: /mnt/smb/tutorials lauten.

mit -fstype=cifs,username=USER,password=PASSWORD,uid=1000,gid=1000 geben wir zum einen das Protokoll (cifs) an, sowie den User inkl. seinem Passwort auf dem Hostsystem(!) von dem wir etwas einbinden wollen (z.B. von deiner NAS oder deinem Windows-PC)
uid und gid besagen dann, welcher User auf deinem Linux-System / auf deinem Raspberry Zugriff zu dem eingehangenen Ordner haben dürfen. (hier root)

vers=2.1 gibt die verwendete cifs/SMB Version mit an.

Am Ende steht dann der Pfad zum freigegebenen Ordner auf dem Hostsystem welcher eingebunden werden soll. Beachte den Doppelpunkt(:) am Anfang!
://192.168.1.79/Sonstiges_User/Tutorials

autofs starten / neu starten

Nun solltest du alles soweit eingerichtet haben, damit autofs deine Netzwerkfreigabe erfolgreich mounten kann.
Versuchen wir es einfach mal:

sudo systemctl start autofs
oder
sudo systemctl restart autofs
falls es bereits läuft

Danach einfach ausprobieren ob du Zugriff auf deine eingebundene NAS / Netzwerkfreigabe erhältst ( in dem Beispiel von mir habe ich die Freigabe unter /mnt/smb/tutorials/ gemounted. Bei dir musst du es natürlich entsprechend anpassen):

ls /mnt/smb/tutorials/

Schlusswort: Die nahtlose Integration von Netzwerkfreigaben auf dem Raspberry Pi mit autofs

In diesem ausführlichen Artikel haben wir uns intensiv mit der problemlosen Einbindung von SMB NAS/Netzwerkfreigaben auf dem Raspberry Pi auseinandergesetzt, und dabei den bewährten Automounter-Dienst autofs als Lösung gewählt. Von der Installation über die Konfiguration bis hin zur Bewältigung möglicher Herausforderungen haben wir jeden Schritt eingehend beleuchtet.

Die Vielseitigkeit des Raspberry Pi

Der Raspberry Pi erfreut sich weltweit großer Beliebtheit, nicht nur wegen seiner handlichen Größe, sondern auch wegen seiner erstaunlichen Vielseitigkeit. Von der Heimautomatisierung bis hin zur Netzwerkanbindung ermöglicht dieses kleine Kraftpaket eine breite Palette von Projekten. Das SMB-Protokoll erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Raspberry Pi, indem es eine effiziente und weit verbreitete Methode zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen im Netzwerk bietet.

Warum autofs?

Die Entscheidung für autofs als Automounter-Dienst für die Integration von Netzwerkfreigaben liegt auf der Hand. Autofs bietet nicht nur eine automatische Einbindung bei Bedarf, sondern sorgt auch dafür, dass Ressourcen nicht durchgehend gemountet sind. Dies ist besonders wichtig, wenn Netzwerkgeräte wie NAS-Geräte in den Ruhemodus versetzt werden sollen. Durch die dynamische Reaktion auf Netzwerkkonfigurationsänderungen stellt autofs sicher, dass die Netzwerkfreigabe immer dann verfügbar ist, wenn sie benötigt wird.

Die Konfiguration im Detail

Die Konfiguration von autofs erfolgt durch die Verwendung von Master- und Map-Dateien. Diese Dateien definieren, wo autofs nach weiteren Informationen suchen soll und welche Ressourcen gemountet werden sollen. Die Schritte zur Installation von autofs, die Aktualisierung der Paketquellen, die Konfiguration der Master-Map-Datei und die Erstellung der Map-Datei für SMB-Freigaben wurden detailliert erläutert. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Parameter gelegt, die in der Map-Datei festgelegt werden müssen, um eine reibungslose Integration zu gewährleisten.

Der Praxis-Test

Der Artikel enthält auch eine praktische Anleitung, wie autofs gestartet oder neu gestartet wird, um die erfolgreiche Integration der SMB-Freigabe zu gewährleisten. Der Befehl ls /mnt/smb/tutorials/ dient als einfacher Test, um sicherzustellen, dass die Freigabe korrekt gemountet wurde, sofern du dieselben Pfadnamen wie ich genutzt hast.

FAQ’s für zusätzliche Hilfe

Um dir eine umfassende Unterstützung zu bieten, wurden häufig gestellte Fragen (FAQs) eingeführt. Diese beantworten nicht nur allgemeine Fragen zur Verwendung von autofs, sondern bieten auch Lösungen für mögliche Probleme beim Mounten von SMB-Freigaben. Von der Entscheidung für autofs bis zur Verwaltung mehrerer SMB-Freigaben gibt es Antworten auf die gängigsten Fragen, um sicherzustellen, dass du bestens gerüstet bist.

Deine weiteren Schritte

Nachdem wir nun die Grundlagen, Installation und Konfiguration von autofs für die Integration von SMB-Freigaben auf dem Raspberry Pi ausführlich besprochen haben, liegt es an dir, diese Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Nutze die Tipps und Tricks aus diesem Artikel, um deine eigenen Netzwerkfreigaben erfolgreich auf dem Raspberry Pi zu mounten und so das volle Potenzial dieses kleinen, aber leistungsstarken Computers auszuschöpfen.

Abschließende Gedanken

Die Integration von Netzwerkfreigaben mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, aber mit Werkzeugen wie autofs wird sie zu einer reibungslosen und effizienten Aufgabe. Der Raspberry Pi wird so zu einem zentralen Knotenpunkt im Netzwerk, der mühelosen Zugriff auf gemeinsame Ressourcen ermöglicht. Ich hoffe, dass dieser Artikel nicht nur deine Fragen zur SMB-Integration auf dem Raspberry Pi beantwortet hat, sondern auch dazu ermutigt, die unzähligen Möglichkeiten dieses faszinierenden Mini-Computers weiter zu erkunden.

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Erfolg bei deinen Projekten mit dem Raspberry Pi und hoffe, dass dieser Artikel einen Beitrag dazu leisten konnte, die Welt der Netzwerkintegration auf diesem vielseitigen Gerät zu erleichtern.

FAQ - Frequently Asked Questions DarkWolfCave - InfluxDB

FAQ´s

autofs ermöglicht das automatische Mounten von Netzwerkfreigaben, vermeidet Probleme mit der fstab und sorgt dafür, dass die Freigabe nicht durchgehend gemountet ist, was insbesondere bei NAS-Geräten im Ruhemodus wichtig ist.

  1. Installiere autofs mit sudo apt-get install autofs.
  2. Aktualisiere die Paketquellen und führe ein Update durch.
  3. Konfiguriere die Master-Map-Datei unter /etc/auto.master.
  4. Erstelle die Map-Datei, z.B., /etc/auto.smb.shares, für die NAS / Netzwerkfreigabe.
  5. Starte oder restarte autofs mit sudo systemctl start autofs oder sudo systemctl restart autofs.

Überprüfe die Konfigurationsdateien auf Tippfehler, stelle sicher, dass die Anmeldeinformationen korrekt sind, und überprüfen die Netzwerkverbindung zur SMB-Freigabe. Weitere Tipps in diesem Artikel

Ja, autofs kann für die Verwaltung mehrerer SMB-Freigaben konfiguriert werden. Füge einfach zusätzliche Einträge in die /etc/auto.master-Datei hinzu.

Du hast weitere Fragen oder benötigst Hilfe? Gerne versuche ich im Rahmen meiner Möglichkeiten dich zu unterstützen. Dafür kannst du hier die Kommentar-Sektion (nicht vergessen Antworten zu abonnieren) nutzen oder du schaust auf meinem Discord-Kanal vorbei.

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